Blocksteuerung auf Flughäfen ohne A-SMGCS

Noch immer haben viele kleine und mittelgroße Flughäfen in Europa und weltweit kein A-SMGCS. Dies liegt vor allem an den Kosten für ein solches System: Schon in einer Grundausstattung sind rasch viele Millionen Euro Investitionskosten fällig. Hinzu kommen über die gesamte Nutzungszeit unvermeidbare Aufwände in den Bereichen Wartung und Weiterentwicklung.Grundsätzlich gilt auf Flughäfen, dass die Lotsen bei schlechten Sichtbedingungen, beispielsweise durch Nebel oder starken Schneefall, sichere Abstände zwischen den Rollbewegungen am Boden herstellen müssen. Dies ist so geregelt, da die Piloten und Fahrer aufgrund der Sichteinschränkungen nicht mehr selbst hierzu in der Lage sind. Mit einem A-SMGCS ist dies prinzipiell auch dann möglich, wenn auch für die Lotsen im Kontrollturm keine direkte Sicht mehr auf die Rollbewegungen am Boden zur Verfügung steht. Es kann dann die synthetische Bodenlagedarstellung des A-SMGCS genutzt werden, um adäquate Führungsinstruktionen zu geben.Ist an einem Flughafen jedoch kein A-SMGCS vorhanden, so kann dies bei fehlender Direktsicht zu drastischen Einschränkungen in der Verkehrsabwicklung führen.

Nicht selten kann dann nur noch eine einzige Rollbewegung zu einem bestimmten Zeitpunkt abgewickelt werden (‚one at a time‘). In extremen Fällen ist es auch schon zu kompletten Schließungen von Flughäfen gekommen. Dies führt zu einer Wahrnehmung als unzuverlässiger Flughäfen und wird sich mittel- und langfristig kommerziell negativ auswirken. MagSense Airport kann auf Flughäfen ohne ein A-SMGCS dazu genutzt werden, um kostengünstig und schnell ein effektives und zuverlässiges System- und Verfahrenskonzept zu etablieren, welches valide Verkehrsabwicklungsverfahren erlaubt. Es setzt auf dem in der Luftfahrt etablierten Prinzip der „Blocksteuerung“ auf. Hierbei wird der Flughafen mittels Sensorketten in Zonen eingeteilt. Jede Überschreitung einer Sensorkette wird inklusive einer Richtungsanagabe an ein zentrales System übermittelt. Dieses stellt dann für jede Zone und zu jedem Zeitpunkt den Zustand „frei“ oder „belegt“ auf einem synthetischen Kartenbild im Kontrollturm dar. Der Lotse kann mit Hilfe dieser Information sicherstellen, dass sich zwischen zwei Rollbewegungen stets ein vakanter Block befindet, also eine Zone, in der sich aktuell kein Flugzeug, Fahrzeug oder Schlepp bewegt.