A-SMGCS | Dauerhaftes Qualitätsmonitoring der Surveillance (RPA)

Alle Funktionen eines A-SMGCS sind auf die bestmögliche Qualität der Überwachungsdaten aus der Sensorik angewiesen. Hierzu herrscht für die Betreiber und Nutzer, also Flugsicherungen, Flughafenbetreiber und die Losten beider Organisationen, keine Transparenz. Wie genau entspricht die Darstellung einer synthetischen Bodenlagedarstellung den Positionen in der Realität? Welche Informationen beruhen tatsächlich auf gemessenen Werten und welche lediglich auf Extrapolation und anderen Methoden der Datennachbearbeitung? Kann man sich auf das A-SMGCS verlassen?

Bis dato war es schlicht unmöglich, eine neutrale Analyse von Bestandssystemen durchführen zu lassen. So waren es zumeist die Hersteller und Lieferanten der A-SMGCS Komponenten selbst, welche für die Bewertung der Qualität beauftragt wurden. Die Ergebnisse kann man sich leicht vorstellen. Aufgrund der neuen A-SMGCS Funktionen und deren zusätzlicher Anforderungen wird nun immer häufiger aufgrund von Problemen beim Tuning von Warn- und Alarmfunktionen oder in der Nutzung von Guidance deutlich, dass die Bestandssysteme tatsächlich nicht das leisten, was sie vorgeben zu leisten.

Eine im Optimalfall duale Strategie kann hier Abhilfe leisten:

1.Unser Partner Fraport AG ist technisch in der Lage, an jedem Flughafen mit einem A-SMGCS flächendeckend die Einhaltung jedes einzelnen Qualitätskriterien der EUROCAE Standards ED-87C und ED-117A überprüfen und graphisch aufzubereiten. Dies geschieht dank hoch präziser und fahrbarer Referenzsysteme auf Basis hunderttausender Messpunkte und erlaubt Aussagen zur Qualität der Multisensordatenfusion, wie auch zu den einzelnen Sensorsystemen Bodenradar (SMR) und Multilaterationssystem (MLAT). Es ist dringend zu empfehlen, vor der Implementierung neuer A-SMGCS Funktionen eine neutrale Qualitätsprüfung dieser Art vorzunehmen und bei erkannten Problemen, wie etwa von zu großen Ablagen (Reported Position Accuracy) oder bei nicht ausreichender Track Continuity (Gaps), Abhilfe zu schaffen. Bei Nachbesserungen besteht dann die Möglichkeit zu überprüfen, ob diese auch tatsächlich den gewünschten Effekt hatten.

2.Unabhängig davon, parallel hierzu oder im Nachgang von Nachbesserungen, kann mit Hilfe von MagSense Airport ein kontinuierliches Monitoring der Reported Position Accuracy, des wichtigsten Qualitätskriteriums, des Bestandssystems durchgeführt werden. Dieses vergleicht kontinuierlich die Überschreitungszeit der hoch präzisen MagSense Airport Sensorstränge an strategisch ausgewählten Orten mit der vom Bestandssystem für den gleichen Zeitpunkt ausgegebenen Position eines Flugzeugs oder Fahrzeugs. Hierdurch werden Veränderungen deutlich, die entweder schleichend oder durch Baumaßnahmen, Sensorausfälle oder andere Einflussgrößen, wie dynamische Abschattungen, verursacht werden.

Ein solches Vorgehen stellt auf Basis von MagSense Airport sicher, dass die Nutzer eines A-SMGCS fortwährend belastbare Kenntnis von der Qualität der eingesetzten Sensorik haben. Für die handelnden Personen bedeutet dies zusätzliche Sicherheit und für funktionale Erweiterungen des Systemverbunds eine sichergestellt ausreichende Datenbasis.