A-SMGCS | Runway Incursion Protection System

Das Start- und Landebahnsystem ist der sicherheitskritischste Bereich eines Flughafens, für den besondere Sicherheitsvorkehrungen und Schutzzonen gelten. An den Zufahrten zum geschützten Bereich befinden sich Haltepunkte für Flugzeuge, Fahrzeuge und Schleppverkehre, die entweder auf die Start- und Landebahn auffahren, oder diese überqueren wollen. Ein Schutz dieser Haltepunkte gegen unerlaubtes Überrollen, eine Kernfunktion des Airport Safety Support Service des A-SMGCS, ist mit den vorhandenen Sensortechnologien nur bedingt möglich, da hierzu die notwendige Genauigkeit in der Positionsermittlung häufig fehlt.

Die Überwachung von dieser speziellen Rollhaltepunkten hat höchste Priorität, da auf den Start- und Landebahnen erheblich höhere Annäherungsgeschwindigkeiten erreicht werden, als auf Rollbahnen. Somit führt ein mögliches Fehlverhalten, etwa die Nichtbeachtung einer Halteanweisung, unmittelbar zu Kollisionsgefahr. Daher ist es dringend empfehlenswert, durch den Einsatz von MagSense Airport eine hoch präzise und zuverlässige Überwachung dieser Positionen vorzunehmen. Die Halteposition wird hierzu mit MagSense Airport ausgerüstet, z.B. durch Einlegen der Sensoren in Kanäle oder Schächte, oder durch den Verbau per Fugenschnitt.

Neben der Auslösung einer Warnung für den Lotsen im Kontrollturm über den A-SMGCS Systemverbund ist es auf Kundenwunsch möglich, das MagSense Airport Runway Incursion Protection System mit verschiedenen Warneinrichtungen im Feld aufzurüsten, wie etwa Blitzbefeuerungsmodule zur visuellen Warnung, oder dem von der Fraport AG geschützten 75MHz VoiceLink zur auditiven Warnung, mit dem automatisch synthetische Sprache in jedes Cockpit übertragen werden kann. MagSense Airport kann in diesem extrem kritischen Bereich wertvolle Dienste leisten und die Start- und Landebahn effektiv vor unbefugtem Eindringen in die Schutzzone schützen. Es wird derzeit angestrebt, das Runway Incursion Protection System basierend auf MagSense Airport im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms V-3 des BMWi zu entwickeln.